Papyrusbündelsäulen
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Des Sängers Fluch

Noch eine hohe Säule 
zeugt von verschwundener Pracht.....
Auch diese, schon geborsten, 
kann stürzen
 
über Nacht.

Ludwig Uhland

Papyrusbündelsäulen

Die Papyrusbündelsäulen kommen am häufigsten vor. Sie wurden mit einigen baulichen Abänderungen in allen Epochen des Alten Ägypten her- und meist in den Säulenhallen der Tempelanlagen aufgestellt. In der Regel sind acht einzelne Papyruspflanzen unter ihrer noch geschlossenen Dolde zusammengebunden dargestellt und wie hier zur Zeit Thutmosis III., monumental in Stein umgesetzt. Jeweils drei kurze Papyruspflanzendarstellungen füllen die entstandenen Hohlräume zwischen den großen Papyrusstengeln.   

In der Chronologie der  Säulen folgt diese Form aus der Zeit Amenophis' II. den obengenannten, weil die Darstellung der kurzen Papyrusstengel nicht mehr plastisch sondern schon geglättet wiedergegeben ist.

Sethos I. ließ die Papyrusbündelsäulen mit einer geglätteten Oberfläche aufstellen, die sogenannte "abgedrehte" Variante. Die eigentliche Darstellung der acht gebündelten Papyruspflanzen mit ihren geschlossenen Dolden ist bei näherem Hinsehen im erhabenen Relief zu erkennen.

Der Höhepunkt an wuchtiger  Monumentalität ist während der Regierungszeit Ramses' II. erreicht. Er ließ alle Säulen seiner Säulenhalle des Karnak-Tempels vollständig mit Inschriften, Szenen und Götterbildern verzieren. Zwischen den eingemeißelten Inschriften und reliefierten Darstellungen deuten erhabene Linien kaum erkennbar die Struktur einer Papyrusbündelsäule an.