Mittleres Reich
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Die Pharaonen des Mittleren Reiches

Mentuhotep II.
11. Dynastie, um 2061-2010 v. Chr.
Nach den Wirren der 1. Zwischenzeit und Jahrzehnten der Unruhen erstarkte ein thebanischer Fürst namens Mentuhotep, der als zweiter Reichseiniger 2025 v. Chr. die Königsherrschaft siegreich  übernehmen konnte und zum bedeutendsten Herrscher der 11. Dynastie wurde. Die Wiedervereinigung fand vermutlich in seinem 30. Regierungsjahr statt und als erster thebanischer König nahm er eine vollständige Pharaonentitulatur an. Die Stadt Theben wurde neben Memphis politisches sowie religiöses Zentrum. Mentuhotep II. nahm aus dem Alten Reich die Tradition des Tempelbaus für Götter wieder auf und ließ sich eine Grabanlage thebanischer Tradition in Deir el Bahri errichten.

Amenemhet I.
12. Dynastie, um 1993-1962 v. Chr.
Amenemhet I.
kann als Gründer der neuen 12. Dynastie betrachtet werden. Die Politik Amenemhets I. war auf Aussöhnung zwischen den zerstrittenen Landesteilen sowie zwischen der Zentralregierung und dem Provinzadel ausgerichtet. Er gründete die neue Residenz Itjtaui südlich von Memphis. In seinem 21. Regierungsjahr übergab Amenemhet I. die Regierung als Koregent seinem Sohn Sesostris I. und am 1.2.1962 v. Chr. erlag Amenemhet I. einem Attentat. Seine Pyramide in Lischt wurde aus Blöcken vom Totentempel des Cheops errichtet.

 

Sesostris I.
12. Dynastie, um 1972-1928 v. Chr.
Laut Überlieferung regierte der 2. König der 12. Dynastie ungefähr 45 Jahre, wovon er die ersten 10 Jahre mit seinem Vater Amenemhet I. als Mitregent amtierte. Er feierte das Sedfest in seinem 31. Amtsjahr und führte zahlreiche Expeditionen durch. Sein ausgedehntes Bauprogramm beinhaltete einen großen Pyramidenkomplex nach alter Tradition, umgeben von einem Grabbezirk südlich von Memphis. Er verließ Theben wieder und gründete eine Residenz nahe dem heutigen Lischt im Norden des Landes. 

Sesostris II.
12. Dynastie, 1897-1878 v. Chr.
Sesostris II.
war 4. König der 12. Dynastie und sorgte für eine friedliche Zeit. Er wählte Lahun als Standort seiner Pyramide aus und ließ seine Arbeiter in der Nähe der Pyramide in einer eigenen Siedlung namens "Kahun", leben. Die Stadt scheint abrupt verlassen worden zu sein, denn es sind zahlreiche Besitztümer zurückgeblieben, weshalb die Stadt "Pompeji Ägyptens" genannt wird.   

Sesostris III.
12. Dynastie, 1878-1843 v. Chr.
Als Sohn Sesostris II. wurde Sesostris III. 5. König der 12. Dynastie. Auch bei ihm gibt es Unklarheiten über die genaue Dauer seiner möglicherweise 30jährigen Amtszeit. Aufgrund seiner Baumaßnahmen in Nubien war er dort besser bekannt als im Norden des Landes. Außenpolitisch führte Sesostris III. Feldzüge gegen Nachbarländer, innenpolitisch ließ er die Sümpfe trocken legen und neues Ackerland kultivieren. In Dahschur ließ er für sich eine Pyramide aus Ziegelstein errichten und seine hölzernen Schiffe in der südwestlichen Ecke seines Pyramidenkomplexes "beisetzen". 

Amenemhet III.
12. Dynastie, 1842-1797 v. Chr.
Amenemhet III.
wurde 6. König der 12. Dynastie und regierte 45 Jahre. Während seiner Amtszeit erhob er den Staat zum wichtigsten System im Land. Der Privatbesitz wurde eingeschränkt und die Ämtererblichkeit abgeschafft. Langsam verarmte die Oberschicht, die Landbevölkerung wurde versklavt und zu strenger Arbeit verpflichtet. Bei Hawara ließ sich Amenemhet III. eine Sommerresidenz bauen. Diese Residenz ist das von Herodot ausführlich beschriebene sogenannte "Labyrinth".