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 Die Götter Ägyptens

Nun war der Vater der Götter. Er stand als bärtiger Mann bis zur Körpermitte im Wasser und stützte mit erhobenen Armen die Sonnenbarke. 
Aus Nun entstand Atum, der Schöpfer der Götter und Menschen. Als Herr der beiden Länder trug er die Doppelkrone von Ober- und Unterägypten.

Durch seine eigene Willenskraft entstand aus Nun auch der Gott Ra, der die Sonne personifiziert. Chepri war eine Erscheinungsform des Re und stellte die junge Sonne bei der Morgendämmerung dar. Abgebildet wurde Chepri oft als Skarabäus. Der Skarabäus gehört zu den Käfern, die aus dem Dung pflanzenfressender Säugetiere Kugeln drehen. Diese Kugeln dienen als Futter oder werden vom Weibchen mit Eiern belegt.

 

Ra schuf Schu und Tefnut. Schu war der Gott der Luft und seine Zwillingsschwester Tefnut die Göttin des Taus und der Feuchtigkeit. Tefnut wurde das linkes Auge des Horus und galt als die Beschützerin des Ra, des Osiris und des göttlichen Pharaos. Schus Kinder Geb, die Erde, und Nut, der Himmel, waren am Anfang fest verbunden. Als Schu sich zwischen sie drängte, löste er ihre Enge Umarmung und schuf somit Himmel und Erde.

Nach der Trennung von Nut wurde Geb zum Gott der Erde, der, auf einen Ellbogen gestützt und mit angezogenen Knien, die Berge und Täler der Erdoberfläche verkörperte. Nut wurde zur Göttin des Himmels und oft als Frau mit langgestreckten, über die Erde gebeugtem Körper dargestellt.

 

An jedem Tag von insgesamt 5 Schalttagen des ägyptischen Kalenders gebar Nut die Kinder Osiris, Seth, Isis und Nephtys.

Der hier sitzende Osiris heiratete seine Schwester Isis, die linke seiner beiden hinter ihm stehenden Schwestern. Er folgte seinem Vater Geb auf den Thron und lehrte seinen Untertanen den Ackerbau. Im 28. Regierungsjahr fiel er einer Verschwörung zum Opfer.

Seth war mit seiner Schwester Nephtys verheiratet. Er strebte nach dem Thron des gesamten Reiches und beschloss daher Osiris zu beseitigen. Nach der Tat warf Seth den Leichnam des Osiris im Sarkophag in die Fluten des Nils.

Isis, die Gattin des Osiris wurde Mutter des Horus, den sie hier in ihrem Schoß hält. Sie fand den Sarkophagen mit dem Leichnam ihres Gatten Osiris und erweckte ihn wieder zum Leben. Osiris behielt sein Königreich im Land der Toten und überließ die irdischen Rechte seinem Sohn Horus. Seth aber tötete Osiris noch ein zweites Mal, zerriss den Leichnam des Bruders und warf die Stücke in den Fluß. Isis suchte von neuem die diesmal verstreuten Teile des Osiris in ganz Ägypten. Nachdem sie die einzelnen Stücke gefunden hatte, setzte sie des Körper ihres Gatten wieder zusammen.
Nephtys war zwar mit Seth verheiratet, stand aber auf der Seite des Osiris. Weil Nephtys von Seth keine Kinder bekam, war ihr sehnlichster Wunsch ein Kind von Osiris zu bekommen. Als ihre Schwester Isis verkleidet bekam sie einen Sohn von Osiris namens Anubis. Aus Angst vor ihrem Gatten beichtete Nephtys ihre Tat vor Isis, die Anubis als eigenen Sohn annahm.

 

Horus, der Sohn von Osiris und Isis, wurde von Geb, als dieser auf seinen Thron verzichtete, begünstigt. Anstelle von Osiris erhielt Horus von ihm den Norden des Landes, während seinem Onkel Seth der Süden zugewiesen wurde. Da Seth mit der Verteilung des Landes nicht zufrieden war und das gesamte Königreich erben wollte, kam es zu einem lange währenden Streit zwischen Horus und Seth.

 

Amun war im Alten Reich der Gott der Stadt Theben und wurde während des Mittleren Reiches als Schöpfergott verehrt. Für Amun errichteten die Könige Ägyptens überall im Land große Tempel, von denen die beiden Tempelanlagen in Karnak und Luxor zu den bekanntesten gehören.