Grabanlagen
Home Nach oben Literaturverzeichnis Medien Gott Pharaonen&Geschichte Rundplastik Gold der Pharaonen Ärzte Medizin Mumien Säulen Schrift Priesterinnen

 

Nach oben

Grabanlagen

Während im königlichen Grabbau des Alten Reiches die Pyramide entwickelt wurde, behielten die Gräber der Beamten ihre rechteckige Form mit geböschten Seitenwänden bei. Die Grabgemächer der "Vornehmen" liegen in schachbrettartig angelegten Friedhöfen am Fuße der Pyramiden von Saqqara und Gisa. Da die Außenansicht dieser Grabanlagen an eine "Bank" erinnert, haben sie den arabischen Namen Mastaba bekommen. Zu Beginn der 4. Dynastie löste diese neue Steinbauweise, die bis dahin traditionelle Ziegelbauweise der Grabanlagen ab. Die Grabanlagen oder Mastabas weisen eine einfache Konstruktion auf und bestehen aus einer ober- und einer unterirdischen Anlage.

Zum Oberbau einer Grabanlage zählt der massive "Grabhügel" oder Tumulus, dessen Steine im rechteckigen Grundriss und mit geböschten Seitenwänden aufeinanderliegen. Eine Öffnung an der Oberseite des Tumulus führt zu einem senkrechten Schacht, durch den der Sarg des Verstorbenen in den unterirdischen Bereich, der Grabkammer für den Sarkophag, hinabgelassen wurde.


Diese Luftaufnahme zeigt mehrere Mastabas des Westfriedhofes von Gisa

Ihren Höhepunkt erreichte die Entwicklung des Grabbaus zu Beginn der 6. Dynastie (2330 v. Chr.), als sich der Wesir Mereruka in Saqqara seine Mastaba anlegte. Der Graboberbau wurde als palastähnliches Gebäude mit 32 dekorierten Räumen für Mereruka und für seine Familie ausgebaut.
Totenpriester führten am Oberbau den Totenkult durch und legten vor einer dafür eingerichteten "Scheintür" Opfergaben für die tägliche Versorgung des Toten ab. Um die Scheintür im Oberbau zu schützen, wurde eine reich verzierte Grabkapelle vor ihr errichtet.

Mereruka erscheint hier in Gestalt einer Statue in der Nische des Pfeilersaales seiner Mastaba.